Bad Homburg, 20.02.2026 16:17 Uhr
Gruß zum Ramadan: Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit in der Welt
Kirchenpräsidentin Christiane Tietz (Foto: EKHN)
Bischöfin Hofmann und Kirchenpräsidentin Tietz schreiben islamischen Vertretern
Anlässlich des am Mittwochabend (18. Februar) beginnenden Fastenmonats Ramadan haben die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Christiane Tietz, und die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Beate Hofmann, Vertretern islamischer Verbände und Gemeinden in einem gemeinsamen Schreiben Grüße und Segenswünsche übermittelt.Die beiden Leitenden Geistlichen der evangelischen Kirchen in Hessen betonen in ihrer Botschaft angesichts der spürbaren Spannungen an vielen Orten dieser Welt: „Wir können für den Frieden hoffen und beten und uns dafür einsetzen. Hier verbinden sich alle Menschen guten Willens aus unseren Religionsgemeinschaften auf der Grundlage ihrer je eigenen spirituellen Schätze.“
Der Fastenmonat Ramadan startet in diesem Jahr genau in der Woche, in der die Fastenzeit als Vorbereitung auf das christliche Osterfest beginnt. Die Fastenzeit lade immer ein, auch die Not der anderen besonders in den Blick zu nehmen, machen Tietz und Hofmann deutlich. Sie werben für ein friedliches Miteinander: „Lassen Sie uns weiterhin gemeinsame Schritte tun, um das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religion und Herkunft gerecht und friedvoll zu gestalten – hier in Deutschland und überall auf dieser Erde.“
Hintergrund Ramadan
Der Fastenmonat Ramadan ist ein zentrales Element islamischer Praxis. Er gilt als Gebot Gottes und ist eine der fünf Glaubenssäulen des Islam. Mit dem Ramadan verbinden sich im religiösen Jahreskreis die wichtigsten Feste, wie das große Fastenbrechen zum Ende der etwa vierwöchigen Zeit. Gläubige sind im Monat Ramadan aufgerufen, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr zu verzichten. Das Fasten dient nicht nur der spirituellen Reinigung, sondern auch der Selbstdisziplin und der Empathie mit Menschen, die unter Hunger und Armut leiden. Er ist eine Zeit der Nächstenliebe, des sozialen Engagements und der Stärkung der Gemeinschaft. Besonders das Fastenbrechen nach Eintritt der Dunkelheit ist ein Höhepunkt, bei dem Familien, Freund*innen und Nachbar*innen zusammenkommen, um den Tag gemeinsam zu beenden. Kinder und alte oder kranke Menschen sowie Schwangere sind vom Fasten ausgenommen. In diesem Jahr beginnt der Ramadan am 18. Februar und dauert bis 19. März. Da er nach dem Mondkalender berechnet wird, der nur 354 Tage umfasst, verschiebt er sich jedes Jahr um etwa zehn Tage gegenüber dem üblicherweise heute genutzten Sonnenkalender. Weltweit hat der Islam rund 2 Milliarden Angehörige. In Deutschland leben rund 5,5 Millionen Muslime.
