Bad Homburg, 23.01.2026 11:14 Uhr
„Kommt! Bringt eure Last“
Foto: © 2024 World Day of Prayer International Committee
Christinnen und Christen auf der ganzen Welt feiern den Weltgebetstag aus Nigeria
Am 6. März 2026 laden Frauen in mehr als 150 Ländern zum Weltgebetstag (WGT) ein. In einer weltweiten Gebetskette rund um den Globus richten Christinnen und Christen den Blick in diesem Jahr auf das bevölkerungsreichste Land Afrikas: Nigeria. In den Gemeinden und Nachbarschaftsräumen der EKHN gestaltet der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau den Weltgebetstag gemeinsam mit dem ökumenischen Arbeitskreis WGT und den Frauen vor Ort: In Seminaren und Werkstatt-Tagen konnten sich die Ehrenamtlichen mit dem Land und der Liturgie vertraut machen und eigene Ideen für den Gottesdienst entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf kultursensibler Kommunikation, um das interkulturelle Verständnis zu vertiefen und respektvolle Vorgehensweisen zu entwickeln. Der Landesverband ist zudem Sammelstelle für die Kollekten aus den Gottesdiensten und leitet sie gebündelt weiter an die Geschäftsstelle des deutschen Weltgebetstagskomitees.Onlineveranstaltung „Nigerianische Frauen erzählen“
Um einen persönlichen Eindruck von der Lebensrealität nigerianischer Frauen und einen authentischen Blick auf ein vielfältiges Land zu bekommen, laden der Landesverband und der Ökumenische Arbeitskreis WGT zu einer Gesprächsveranstaltung ein. Gloria Gift-Idim und Joy Obasohan-Mann erzählen von ihrem Heimatland und geben Einblicke in das Leben von Frauen in Nigeria:
19. Februar 2026, ab 18:00 Uhr, online (via Zoom)
Referentinnen: Gloria Gift-Idim und Joy Obasohan-Mann
Kosten: keine
Anmeldung: wgt-anmeldung (at) evangelischefrauen (dot) de
Nigeria – ein Land mit großer kultureller und religiöser Vielfalt
Rund 230 Millionen Menschen aus mehr als 250 Ethnien leben in Nigeria, zwei Drittel von ihnen in Städten. Neben der offiziellen Landessprache Englisch gibt es über 500 Sprachen und Dialekte und neben dem Islam und dem Christentum werden zahlreiche westafrikanische Religionen praktiziert. Nigeria ist eine Bundesrepublik, alle vier Jahre finden Wahlen statt, die jedoch im In- und Ausland immer wieder als intransparent kritisiert werden.
Die Metropole Lagos im Süden des Landes gilt als führender Finanzplatz West- und Zentralafrikas. Wichtigstes Exportgut Nigerias ist das Erdöl. Zusätzlich entstehen immer mehr Raffinerien: Sie halten mehr Wertschöpfung im Land, sind aber gleichzeitig auch oft illegal und führen zu gravierenden Umweltschäden. Auch der Klimawandel stellt Nigeria vor große Herausforderungen: Im Norden führt die fortschreitende Wüstenbildung zu Wasserknappheit in der Landwirtschaft, während im Süden der Meeresspiegel zunehmend ansteigt. Initiativen wie „I Lead Climate Action Initiative“ setzen sich für die Rechte von Frauen in der Landwirtschaft ein und unterstützen sie dabei, selbst die Bewahrerinnen dieses Landes und der Umwelt zu werden.
Kommt! Bringt eure Last
In der Liturgie zum Weltgebetstag 2026 erzählen drei Frauen aus Nigeria von ihren inneren und den äußeren Lasten: Beatrice berichtet vom Leben als Witwe, Jato schildert ihre Sorge um die 14-jährige Tochter angesichts religiöser Konflikte und Gewalt gegen Frauen und Mädchen und Blessing erzählt von ihrem Leben in Lagos, der größten Stadt des Landes, und dem Teufelskreis der Armut. „Kommt! Bringt eure Last.“ – Unter diesem Titel lassen die Frauen aus Nigeria mit kraftvollen Liedern und Gebeten die Menschen weltweit teilhaben an ihrem Leben und stecken sie mit ihrem tiefen Glauben an, denn sie wissen: Lasten teilen bringt Befreiung.
Die Termine für die ökumenischen WGT-Gottesdienste gibt’s unter https://weltgebetstag.de/aktueller-wgt/nigeria/mitmachen-mitfeiern, weitere Informationen zum Weltgebetstag auf dem Gebiet der EKHN unter www.evangelischefrauen.de/frauenarbeit/
Foto: © 2024 World Day of Prayer International Committee
Das Bild mit dem Titel “Rest for the Weary” (Erholung für die Müden) stammt von der jungen nigerianischen Künstlerin Gift Amarachi Ottah.Es zeigt drei Frauen aus ländlichen Gegenden auf dem Weg zu ihren Farmen – ein gefährlicher Weg, da sie Übergriffe und Hindernisse aller Art befürchten müssen. Im Vordergrund drei Frauen in typischer traditioneller Kleidung, die die vielfältigen Kulturen Nigerias repräsentieren.
