Geistliche Impulse
Die Herrnhuter Tageslosung

Wahlaufruf an mehr als 1,2 Millionen Evangelische

In diesen Tagen erhalten über 1,2 Millionen Evangelische im hessen-nassauischen Kirchengebiet zwischen Bromskirchen und Neckarsteinach, Alzey und Schlitz besondere Post. In einem Briefumschlag stecken dann die ... Mehr dazu ...

Videokindergottesdienst "Vater und Mutter ehren"

Jammerlappen erfährt etwas über das 4. Gebot, das Gott dem Mose gegeben hat. Fitzli und Putzli singen dazu das Lied "Liebe ist nicht nur ein Wort". Das Video gibts hier ... Mehr dazu ...

Ministerpräsident Volker Bouffier: „Hessen lebt die Ökumene und wird ein hervorragender Gastgeber für den Kirchentag 2021 sein“

Hessen ist Austragungsort für den 3. Ökumenischen Kirchentag. Er wird vom 13. bis 16. Mai digital aus Frankfurt am Main übertragen. Der Stand der Planungen für die „Tage der Gemeinschaft“ standen am Dienstagabend ... Mehr dazu ...

Ein Riesen-Tisch zum Ökumenischen Kirchentag

Zum 3. Ökumenischen Kirchentag vom 13. bis 16. Mai setzen die gastgebenden Kirchen in Frankfurts Innenstadt ein besonderes Zeichen. Im Herzen der Mainmetropole bauen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ... Mehr dazu ...
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Im Dekanat Hochtaunus sind ungefähr 52.000 wahlberechtigte Christen und Christinnen ab dem 14. Lebensjahr zur Wahl von ungefähr 460 Kandidaten und Kandidatinnen aufgerufen. Die Anzahl der zu wählenden Kirchenvorsteher in einer Kirchengemeinde richtet sich nach der Gemeindegliederzahl. Zu wählen sind in der EKHN circa 12.500 Kirchenvorstandsmitglieder, die ab September 2021 für sechs Jahre die Verantwortung für etwa 1100 Kirchengemeinden übernehmen. Die Anzahl der Mandate liegt zwischen vier und 21 – je nach Mitgliederzahl der jeweiligen Gemeinde. Dabei lassen sich immer mehr Frauen in das Gemeindeleitungsgremium wählen. Lag der Frauenanteil 1985 im Landeskirchendurchschnitt bei 39,5 Prozent, waren es 1991 bereits 47,4 Prozent und 2003 53 Prozent. 2015 erreichte der Frauenanteil sogar 58 Prozent der Kirchenvorstandsmitglieder.

Bei der Kirchenvorstandswahl 2009 betrug die Zahl der wahlberechtigten Gemeindemitglieder im Hochtaunus 58.000. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung lag damals bei 20 Prozent der Wahlberechtigten Der Durchschnitt in der Landeskirche EKHN betrug 20,5 Prozent. In einigen Kirchengemeinden des Dekanats Hochtaunus lag die Wahlbeteiligung jedoch bei über 30 oder sogar bei über 40 Prozent. Im Gebiet des evangelischen Dekanats Hochtaunus (deckungsgleich mit dem Hochtaunuskreis ohne Kronberg, Königstein und Glashütten) waren 2009 insgesamt 61.814 Menschen evangelisch (alle Getauften jeden Alters). 2014 waren es 58.326. Bei der Kirchenvorstandswahl 2014 haben sich im Bereich Usinger Land des Dekanats Hochtaunus 24,6 Prozent der Wahlberechtigten an der Wahl beteiligt. 2009 lag die Wahlbeteiligung hier bei 25 Prozent. Im Bereich Vordertaunus haben 2014 15,5 Prozent der evangelischen Christen von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. 2009 waren es 19 Prozent.

Besondere Rechte für Jugendliche in der evangelischen Kirche
Zu den Wahlberechtigten gehören auch 2021 viele Jugendliche, die damit erstmals an einer offiziellen Wahl teilnehmen können. Das gegenüber politischen Wahlen niedrige Wahlalter bei Kirchenwahlen erklärt sich aus der Religionsmündigkeit, die in Deutschland mit 14 Jahren gegeben ist. Seit der Kirchenvorstandswahl 2014 gibt es für Minderjährige eine weitere Besonderheit: Mädchen und Jungen ab 14 Jahren können seitdem als Jugenddelegierte in die Kirchenvorstände gewählt werden. Bis zu zwei Jugenddelegierte dürfen demnach an den Sitzungen des Kirchenvorstands vor Ort mit beratender Stimme teilnehmen. Sie erhalten Rede- und Antragsrecht. Daneben können sie in Ausschüssen des Kirchenvorstands mitarbeiten. Sobald sie volljährig und damit geschäftsfähig sind, erhalten sie auch das Stimmrecht. Voraussetzung für die Kandidatur ist, dass sie konfirmiert sind und die Eltern dem ehrenamtlichen Engagement zustimmen.

Aufgaben des Kirchenvorstands
In den Kirchengemeinden engagieren sich viele Menschen für Kinder, Jugendliche, alte Menschen, Familien und Alleinstehende. „In der EKHN ist der Kirchenvorstand das Leitungsorgan der Kirchengemeinde“, erläutert der Dekan des Dekanats Hochtaunus, Michael Tönges-Braungart. „Der Kirchenvorstand verantwortet in Zusammenarbeit mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin Gottesdienste, Kinder-, Konfirmanden- und Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, diakonische Aufgaben, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederorientierung, Gemeindefeste und nimmt den missionarischen Auftrag der Gemeinde wahr“, so Pfarrer und Dekan Tönges-Braungart weiter. Darüber hinaus ist der Kirchenvorstand für angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Besetzung der Pfarrstelle sowie für die Gewinnung und Begleitung von Ehrenamtlichen zuständig. Doch damit nicht genug: auch um Finanzen, gemeindeeigene Gebäude und Grundstücke muss er sich kümmern. Darüber hinaus entsendet er Mitglieder in die Dekanatssynode („Kirchenparlament“), die dann Delegierte in die Kirchensynode schickt. Dieses oberste Organ der EKHN erlässt Kirchengesetze, beschließt den Haushalt der Gesamtkirche und wählt zum Beispiel die Mitglieder der Kirchenleitung.
Ihr Engagement in der Kirche ist für diese Ehrenamtlichen eine Konsequenz aus ihrem christlichen Glauben. Mit ihrem Sachverstand und ihrer Einsatzfreude tragen sie dazu bei, dass Kirche lebendig bleibt und offen ist für die Menschen in ihrer Umgebung.


Hintergrundinformationen

Kirchenvorstandswahlen: Aufbau von der Basis her
Über die Zusammensetzung der Kirchenvorstände wurde, demokratischen Regeln gemäß, in „gleicher, freier, allgemeiner, geheimer und unmittelbarer Wahl“ entschieden. Kirchenvorstände in der EKHN werden jeweils für einen Zeitraum von sechs Jahren gewählt. Die letzte Wahl fand 2014 statt. Die jetzt neuen Kirchenvorstandsmitglieder werden ihr Amt am 1. September 2021 antreten. Je nach Größe der Gemeinde umfasst ein Kirchenvorstand zwischen vier und maximal 21 Mitgliedern.

Die EKHN baut sich von der Basis her auf. In der neuen Amtsperiode wählen die neuen Kirchenvorstände deshalb in den Ortsgemeinden jeweils Delegierte in die Dekanatssynoden, die regionalen Kirchenparlamente der evangelischen Kirche. Die Dekanatssynoden wiederum wählen die Mitglieder der Kirchensynode, des obersten Gremiums der EKHN.

Aufgaben des Kirchenvorstands: Leitung mit voller Verantwortung
Aufgabe des Kirchenvorstandes ist die Leitung der Gemeinde. Das Gremium ist zuständig für alle Rechtsfragen, für die Finanzen, die Gebäude und das Personal der Gemeinden – aber auch für geistliche Angelegenheiten. Der Vorstand trägt Verantwortung für Gottesdienste, diakonische Dienste und die Seelsorge. Es soll die Kinder- und Jugendarbeit sowie kulturelle Angebote in der Gemeinde ausbauen und neue Formen des Gemeindelebens erproben. Der Kirchenvorstand wählt zudem die Pfarrerin und den Pfarrer der Gemeinde. Im Kirchenvorstand haben alle Mitglieder jeweils nur eine Stimme – das gilt auch für die Pfarrerinnen und Pfarrer. Vorsitzender und Vorsitzende des Kirchenvorstands soll nach Möglichkeit nicht der Pfarrer oder die Pfarrerin sein, auf jeden Fall ist zumindest der stellvertretende Vorsitz ehrenamtlich besetzt.

Vielfalt der Gemeinden zwischen Stadt und Land

Die Struktur der 1.151 Gemeinden der EKHN ist sehr unterschiedlich. Die kleinsten haben weniger als 100, die größten Gemeinde über 9.000 Mitglieder. Zwar gibt es viele Gemeinden in den traditionell eher ländlichen Gebieten. Auf der anderen Seite teilen ebenfalls viele Gemeinden einen ausgeprägt-städtischen Lebensstil, vor allem im Rhein-Main-Gebiet mit seinen Großstädten und dem urbanen Umland rund um Frankfurt.

Dekanat Bad Homburg Evangelisches Dekanat Hochtaunus, Dekanat Bad Homburg

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