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Ich glaube, hilf meinem Unglauben!

Über jedem Jahr steht für viele Christen ein Bibelwort, das sie durch das Jahr begleiten soll: die Jahreslosung. Für 2020 ist das ein Vers aus dem Markusevangelium (Kapitel 9, Vers 24): Ich glaube, hilf meinem ... Mehr dazu ...
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In einer Kirchengemeinde wurden sogar die Gottesdienstbesucher mit einem Fragebogen befragt, was sie als verbesserungswürdig einschätzen. Andere Gemeinden haben einen „Fahrplan“ für ihre Gottesdienste entwickelt. „Bei uns gibt es nun einen Liturgie-Flyer“, berichtete Pfarrerin Annika Rehorn aus Oberstedten. „Auch jemand, der noch nie einen evangelischen Gottesdienst besucht hat, wird sich jetzt zurechtfinden.“ In allen beteiligten Gemeinden hatte man sich intensiv Gedanken über eine einladende Haltung gemacht. Denn: Der Gottesdienstbesuch ist schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr. „Es hat uns Überwindung gekostet, Menschen persönlich einzuladen“, erinnerte sich Gisela Friedrich aus der Waldensergemeinde Dornholzhausen. „Einige von uns hatten Angst vor Ablehnung – es war wie eine Mutprobe. Aber wir haben es gewagt.“ Auch wenn nicht alle der Angesprochenen bei den Gottesdiensten am 20. Oktober mitgefeiert haben – über die persönliche Einladung hatten sich alle gefreut. Bettina Russ aus der evangelischen Kirchengemeinde Eschbach fand, dass das Projekt Mut gemacht hat und wiederholt werden sollte. Auch wenn keine wunderbaren Besucherzahlen erzielt wurden – und darin waren sich alle Teilnehmenden einig – „Spürbar Sonntag“ soll wiederholt werden und der 20. Oktober war ein guter Anfang. „Das Projekt bringt Gemeinden zum Nachdenken über ihre Gottesdienstpraxis“, fasste Dekan Michael Tönges-Braungart zusammen. „Die Hälfte unserer Gemeinden hat mitgemacht. Beim nächsten Mal kommen bestimmt weitere hinzu“, war sich Tönges-Braungart sicher.

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