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Interreligiöser Spaziergang: „Mein Glaube, Dein Glaube und unsere Stadt“

Haben sich Menschen unterschiedlicher Religionen etwas zu sagen oder sind sie nur mit dem eigenen Glauben beschäftigt? Unter dem Motto „Mein Glaube, Dein Glaube und unsere Stadt“ machten sich am Sonntag, den ... Mehr dazu ...
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Ein Geschäftsführer und eine Verwaltungsangestellte erledigen in der Geschäftsstelle für 29 Kita-Gruppen in Oberursel, Bad Homburg, Friedrichsdorf und Steinbach die Verwaltungsarbeit. „Die Geschäftsstelle hilft Kirchenvorständen und Pfarrpersonen beim Betrieb einer Kita durch eine zentrale Steuerung, Organisation und Verwaltung“ erläutert Peter Vollrath-Kühne, Vorsitzender des Dekanatssynodalvorstands des Evangelischen Dekanats Hochtaunus. Außerdem können sich die Kitas in Notfällen mit Personal wechselseitig aushelfen. Für Dekan Michael Tönges-Braungart ist „die gemeindeübergreifende Trägerschaft gut geeignet, um die Kindertagesstätten an heutige Herausforderungen anzupassen, die eine stärkere Vernetzung und ein schnelleres Reagieren erfordern“. Die Einführung des Kinderförderungsgesetzes (KiföG) und die immer komplexer werdenden Rahmenbedingungen hätten gezeigt, dass die Verwaltungsabläufe stärker professionalisiert werden müssten, so Tönges-Braungart. „Die durch die wegfallenden Verwaltungsaufgaben gewonnenen Freiräume, bedeuteten mehr Zeit für pädagogische Arbeit und Verkündigung des Evangeliums und sind damit eine gute Möglichkeit, das evangelische Profil weiter zu stärken“, ergänzt Präses Vollrath-Kühne. Im November 2018 hatte die Synode des Evangelischen Dekanats Hochtaunus der Errichtung einer gemeindeübergreifen Kita-Trägerschaft zugestimmt. Bereits seit Oktober 2017 hatte eine Steuerungsgruppe, an der Haupt- und Ehrenamtliche aus vielen kirchlichen Arbeitsfeldern beteiligt waren, ein Konzept für die Trägerschaft erarbeitet. „In dieses Konzept sind die Resultate von Gesprächen und Infoveranstaltungen mit Kirchenvorständen, Kita- Leitungen und Mitarbeitenden eingeflossen“, erläutert Vollrath-Kühne.
Darüber hinaus versprechen sich die Initiatoren Vorteile in der Verhandlungsfähigkeit gegenüber Kommunen sowie eine gesteigerte Vernetzung evangelischer Kita-Arbeit. Denkbar sind gemeinsame Fortbildungen für Mitarbeitende der Kitas in Religionspädagogik oder eine deutlichere gemeinsame Profilierung evangelischer Kitas als gesellschaftlich relevante Einrichtungen in der breiten Öffentlichkeit. Denn: In Kitas mit einem starken evangelischen Profil kann das Miteinander unterschiedlicher Religionen in gegenseitigem Respekt eingeübt werden. Dies geschieht bewusst im Gegensatz zur oft vertretenden Auffassung, dass Kitas religiös neutral sein sollten. „Wichtig ist dem Dekanat Hochtaunus dabei, dass die Kirchengemeinden die Kitas weiterhin als ihre Einrichtungen betrachten und sich für sie verantwortlich fühlen, aber eben vor allem für die inhaltliche Arbeit und nicht mehr für jeden Verwaltungsvorgang“, betont Tönges-Braungart. An wichtigen, ihre Kita betreffenden Entscheidungen seien die Kirchengemeinden weiterhin beteiligt.

Hintergrundinfo
Mit dabei sind die Kitas der Auferstehungs-, Kreuzkirchen und Versöhnungsgemeinde in Oberursel. In Bad Homburg beteiligen sich die Christus- und die Erlöserkirche an der GüT. Hinzu kommen die Kitas der Kirchengemeinden Steinbach und Friedrichsdorf. Im Evangelischen Dekanat Hochtaunus unterhalten 14 der 31 Kirchengemeinden 15 Kitas.

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