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22 Lektor*innen in Amt eingeführt

„Brennen für den Glauben, aber nicht verbrennen“, war der erste von vier Gedanken, die Propst Oliver Albrecht den frischgebackenen Lektorinnen und Lektoren am vergangenen Sonntag (26.1.) in der evangelischen Kirche ... Mehr dazu ...
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„Nun haben wir aber auch immer mal wieder ein schlechtes Gewissen, weil wir diese wunderbaren Orte so selten aufsuchen. Sollten wir also öfter in die Kirche gehen?“, fragte Albrecht. Doch wie könnten Menschen das auch noch schaffen: Das Besuchen von Gottesdienst und kirchlichen Veranstaltungen als Zusatzprogramm zum Alltag, zwischen Beruf, Familie und weiteren Verpflichtungen? Wie wäre das zu bewältigen „das Leben und der Gottesdienst“? Oder wäre die Lösung, den Gottesdienst in den Alltag zu integrieren – „das Leben als Gottesdienst“? „Die Kirche bietet Veranstaltungen an und wir denken: Christ sein bedeutet kirchliche Veranstaltungen zu besuchen“, überlegte Albrecht. Aber der Apostel Paulus habe das Leben als Gottesdienst verstanden und nicht auf der einen Seite das alltägliche Leben der Menschen und auf der anderen den Gottesdienst in der Kirche. „Und dann beschreibt Paulus dieses Leben als Gottesdienst in der Welt: ‚Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Übt Gastfreundschaft. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und verflucht sie nicht. Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden.`“, zitierte Albrecht aus dem Römerbrief. Christsein sei nicht als Veranstaltung oder Programm zu verstehen, sondern als ein Verhalten und als eine Haltung. „Wenn Glaube heißt, in allen Dingen mit mir und mit Gott in Kontakt zu bleiben, dann geht es um meine Identität und um die Frage‚ wer ich eigentlich bin in den Dingen, die ich tue und in den Rollen, die ich spiele. Geht eigentlich ein Segen von mir aus? Vielleicht ist das die entscheidende Frage. Bin ich, sind Sie eigentlich ein Segen?“

Glaube im Alltag der Welt, das ganz normale Leben als Gottesdienst – dazu müsse man nicht in die Kirche gehen. Es gäbe keine Sonntagspflicht in Burgholzhausen – seit 300 Jahren nicht, sagte Albrecht. „Es liegt der Friede Gottes auf ihrem Haus, wenn Sie am Sonntagmorgen um 9.45 Uhr noch schlafen oder gemütlich frühstücken. Es könnte nur geschehen, wenn sie dann doch mal wieder kommen, hier in diese Kirche, dass sie in allen Gebeten und Gesängen, in allem Schweigen und Seufzen, dass sie ganz leise und wie im Hintergrund, das Lachen Gottes hören und seine Freude über seine Menschen spüren.“

Dekanat Bad Homburg Evangelisches Dekanat Hochtaunus, Dekanat Bad Homburg