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"Ein Freund, ein guter Freund"

„Die drei von der Tankstelle“ kam vor fast 90 Jahren in die Kinos. Drei Freunde gehen durch dick und dünn. Kein Geld. Alle drei lieben die gleiche Frau. Schließlich kommen sie singend zum Schluss: „Ein Freund, ... Mehr dazu ...
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Zugang zu Gymnasium möglich

Von insgesamt 13 angetretenen Schülerinnen und Schülern, darunter auch zwei aus Deutschland, schafften sechs sogar einen qualifizierenden Realschulabschluss. Er ermöglicht den Zugang zur gymnasialen Oberstufe. Vier Schüler werden dies wahrnehmen und am Laubach-Kolleg bleiben, um das Abitur zu machen. Die weiteren erhielten einen regulären Realschulabschluss. Ein Schüler schaffte einen Hauptschulabschluss. Die drei besten Zeugnisse mit einem Einser-Schnitt erhielten Amir Ali Azizi aus Afghanistan, (22), Sirag Abdu Mohammed (19) aus Eritrea und Hüsseyin Moslem (18) aus Syrien.

Überzeugendes Integrationskonzept

Die mit offiziellem Namen „Integration von Flüchtlingen durch Bildungs- und Wohnangebot“ bezeichnete Initiative ist Teil eines regionalen Integrationsprojektes für Flüchtlinge im ländlichen Raum, das vom Land Hessen unterstützt wird. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau beteiligt sich an dem auf fünf Jahre angelegten Projekt mit rund 300.000 Euro. Derzeit sind bereits zwei weitere Kurse am Laubach-Kolleg angelaufen. 2016 war das knapp 10.000 Einwohner zählende Laubach im Landkreis Gießen als eine von sieben Kommunen in das Modellvorhaben „Angekommen“ der Hessischen Staatskanzlei aufgenommen worden. Es sieht die Förderung von Integrationsprojekten in ländlichen Regionen vor, die in der Zuwanderung eine Chance sehen, den Folgen des demografischen Wandels zu begegnen. Laubach hatte dabei eines der überzeugendsten Konzepte vorgelegt, das eine enge Verzahnung von Bildung, Betreuung und Unterkunft vorsieht.

Übergreifendes Engagement

Die Schulleiterin des Laubach-Kollegs, Ellen Reuther, würdigte das große Engagement aller an dem Projekt. Sie danke allen Beteiligten etwa im Hessischen Kultusministerium, im Staatlichen Schulamt, in der hessen-nassauischen Kirche und in der Stadt Laubach für die Zusammenarbeit bei einem „modellhaften integrativen Projekt des übergreifenden gesellschaftlichen Engagements für junge Menschen auf der Flucht“. Dadurch sei es gelungen, dass die „Geflüchteten sich mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten für das Leben und Arbeiten in Deutschland einbringen“. Dies sei „kein leichtes, naives Unterfangen, aber eines im Werden und voller Hoffnung“, so Reuther. Wichtig es sei es gewesen, den Flüchtlingen vor allem zu helfen, „wieder ‚Ja‘ zum Leben zu sagen“. Dabei spielten Sprachkenntnisse und die Bildung eine zentrale Rolle. Damit greife die die evangelische Schule auch tradierte Elemente kirchlicher Arbeit auf, so Reuther. „Es geht im Zentrum doch darum, gemeinsame Zukunftschancen zu eröffnen und eine lebensbejahende Haltung im Miteinander und Füreinander zu kultivieren“, sagte sie.

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