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Bad Homburg, 18.03.2022 15:31 Uhr

Jung: Ukraine unterstützen und Eskalation vermeiden

Hessen-Nassaus Kirchenpräsident mahnt dringend friedensethische Debatte an

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat eine öffentliche Diskussion über friedensethische Positionen angemahnt. Die Debatte müsste auch in der Kirche geführt werden, „wie den Menschen in der Ukraine geholfen werden kann“, schrieb er am Freitag (18. März) in einem Brief an alle Gemeinden und Einrichtungen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Jung sei deutlich, dass die Menschen in der Ukraine auf Unterstützung hofften. Der Bischof der polnischen Partnerkirche der EKHN, Jerzy Samiec, habe dies in einer Video-Zuschaltung vor der zurückliegenden Synode zuletzt eindrücklich dargestellt. Dabei sei als Dilemma deutlich geworden: „Nicht zu unterstützen bedeutet ebenfalls schuldig zu werden“. Damit seien friedensethisch ganz grundsätzliche Fragen aufgeworfen.

Aus christlicher Perspektive haben nach Worten Jungs „orientiert an der großen Friedensverheißung und dem Friedensauftrag Gottes aus christlicher Sicht alle Anstrengungen absoluten Vorrang, die auf militärische Gewalt verzichten“. Deshalb müsse es „Ziel allen Handelns sein, Eskalation von Gewalt zu vermeiden“. Zugleich sei durch den völkerrechtswidrigen Einmarsch des russischen Militärs in der Ukraine die Frage aufgeworfen worden, was zu tun ist, „wenn ein Aggressor Vereinbarungen und Völkerrecht bricht, mit militärischer Gewalt agiert, tötet und so unendliches Leid über Menschen bringt?“. Jetzt ist es nach Worten Jungs wichtig, „dass wir unterschiedliche Meinungen auch in unserer Kirche aushalten und offen diskutieren. Christinnen und Christen seien herausgefordert, „mit der Gesellschaft, in der wir leben, nach Wegen zu suchen, wie Gewalt beendet werden kann, so dass Menschen im Frieden leben können. Und wir sind herausgefordert, zu helfen und das zu tun, was wir tun können.“

Jung dankte in dem Brief zugleich denen, die sich bereits in der Flüchtlingshilfe engagierten. Auch das Läuten von Glocken zum Gebet sei wichtig, um auf das „schreckliche Leiden der Menschen im Krieg“ hinzuweisen. Beten stärke Menschen mit der Kraft Gottes. Jung: „Ich bin von Herzen dankbar, dass so viele nicht wegschauen, sondern beten, protestieren und etwas tun.“ Er verwies auch auf die Aufstockung des Flüchtlingsfonds der EKHN mit einer Million Euro, die Einrichtung einer Koordinierungskreises zum Ukrainekrieg und eines speziellen Internetangebots:
www.ekhn.de/Ukraine.

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