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Bad Homburg, 27.08.2021 10:31 Uhr

Mehr für die schulische und soziale Entwicklung der Kinder tun

Kirchenpräsident Jung äußert sich zum Beginn des neuen Schuljahres in Hessen und Rheinland-Pfalz über Belastungen der Corona-Zeit, Bildungsschieflage und Wünsche der Schulkinder

Zum Beginn des neuen Schuljahres in Hessen und Rheinland-Pfalz am kommenden Montag (30. August 2021) hat Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), dazu aufgerufen, Kinder und Jugendliche in der anhaltenden Corona-Krise noch mehr in den Blick zu nehmen. Wörtlich sagte er am Freitag (27. August): „Am Anfang der Pandemie ging es darum, Menschen mit dem höchsten Risiko zu schützen, darunter vor allem ältere Menschen. Dafür haben Kinder und Jugendliche in Schule und Freizeit auf vieles verzichten müssen. Nun muss alles Mögliche getan werden, damit Kinder und Jugendliche nicht dauerhaft in ihrer schulischen und sozialen Entwicklung geschädigt werden“. In Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen sowie aus Rückmeldungen von kirchlichen Schulseelsorgerinnen und -seelsorgern hat Jung den Eindruck gewonnen, dass „viele nach wie vor seelisch leiden“. Vor den Sommerferien hatte Jung im Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg (Westerwaldkreis) einen digitalen Gottesdienst gefeiert. Am kommenden Dienstag (31. August) wird Kirchenpräsident Jung um 9 Uhr in der Evangelischen Grundschule Freienseen (Kreis Gießen) im Einschulungsgottesdienst mitwirken.

Bildungsschieflage
Nach Ansicht Jungs trägt die Pandemie auch zu einer „erkennbaren Bildungsschieflage bei“. Viele, die zuhause technisch gut ausgestattet seien und Hilfe bei ihren Eltern finden könnten, hätten die Phase des Homeschoolings gut meistern können. Andere dagegen drohten „auf der Bildungsstrecke liegen zu bleiben“. Jetzt käme es allerdings nicht nur darauf an, Lernstoff nachzuholen. Es sei vor allem nötig, „auch Begegnung und Bewegung zu fördern“. Dies erfordere jetzt den Einsatz aller. Schulen und Bildungseinrichtungen müssten für den Herbst gut vorbereitet werden, damit nicht erneut Schließungen nötig werden. Außerdem sei „durch Corona überdeutlich geworden, dass zusätzliche Investitionen in das Schulsystem in Deutschland dringend notwendig sind“.

Ein besseres Leben mit mehr Umweltschutz
Wörtlich betonte Jung: „Kinder und Jugendliche wollen nicht einfach das alte Leben vor Corona zurückhaben, sondern ein besseres Leben mit mehr Umweltschutz und mehr Engagement gegen den Klimawandel. Sie wollen und fordern zu Recht eine Perspektive für eine gute Zukunft.“ Jung fügte hinzu: „In unseren Einrichtungen und Gemeinden wollen wir das tun, was uns möglich ist, um Kinder und junge Menschen gut zu begleiten“.
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