Auszeit?
Auszeit beenden

"Fürchte dich nicht" lautet die Botschaft der Kirchenpost

Eine Million Briefe schickt die EKHN an ihre Mitglieder. In jedem "evangelischen" Briefkasten liegt ab nächsten Dienstag ein Brief zum Thema "Mut und Angst". Achten Sie mal drauf. An vielen Kirchen und Gemeindehäusern ... Mehr dazu ...
Weiter lesen ...close  [close]
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) arbeiten seit der Landesgartenschau 2010 in Bad Nauheim zusammen. Erstmals ist das Katholische Bistum Limburg mit dabei. Das gemeinsame Motto lautet: „Ach was?“. Es spielt humorvoll auf die Verwunderung vieler an, als Bad Schwalbach überraschend den Zuschlag für die Gartenschau erhielt. Die Kirchen wollen mit ihrer Präsenz die Kurstadt im Taunus auch in ganz neues Licht rücken.

Kirche überraschend erleben
Neben ökumenischen Gottesdiensten und besonderen Mittagsandachten sind insgesamt 45 Bühnenauftritte an der nachts in bunten Farben strahlenden LichtKirche geplant. So werden die Gäste beispielsweise bei der „Predigt-Slam Show“ mit Bo Wimmer, dem Aktionskünstler „Mr. Joy“ sowie Auftritten der Zauberers Matthias Drechsel oder der Puppenspieler „Valsche Fögel“ die Kirchen auch von ihrer überraschenden Seite erleben. Daneben sorgen der Psychoanalytiker Alexander Cherdron mit der Frage „Wieviel Wut tut eigentlich gut?“ und Lesungen mit den Autorinnen Renate Kohn und Ulrike Nerath sowie Dominique Horwitz für nachdenkliche Töne. Über 100 Ehrenamtliche werden darüber hinaus die Gäste während der Öffnungszeiten betreuen. Die Vorbereitungen für den Aufbau der mehrfach mit Architekturpreisen ausgezeichneten LichtKirche in unmittelbarer Nähe des Kurhauses haben bereits begonnen. Zuletzt war das transportable Gebäude auf der Weltausstellung der Reformation Im Sommer 2017 in Wittenberg zu sehen.

Scherf: Gesellschaftliches Zeichen setzen
Für die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf, erinnert das Leitwort der Kirchen „Ach was?“ daran, dass „Staunen der Ursprung des Glaubens ist“. Ziel des Auftritts auf der Landesgartenschau sei es, den christlichen Glauben auch von seiner „überraschenden Seite“ zu zeigen. Gleichzeitig sei die Präsenz der Kirchen auf der Landesgartenschau auch ein „klares gesellschaftliches Statement“. Sie setzten ein Zeichen dafür, dass die Kirchen in der vom Strukturwandel gezeichneten Region Bad Schwalbach weiterhin dafür sorgen, dass Bürgerinnen und Bürger hoffnungsvolle „Ach was?- Momente in ihrem Leben“ erleben können, so Scherf.

Rösch: Da sein, wo die Menschen sind
Der Generalvikar des Bistums Limburg, Wolfgang Rösch, verwies auf die ökumenische Premiere bei einer Landesgartenschau. „Es ist ein Geschenk und Ausdruck der gelebten Ökumene, die zwischen den Kirchen hier in der Region und weit darüber hinaus besteht“, sagte der Generalvikar. Rösch: „Da sein, wo die Menschen sind und das Leben mit ihnen teilen: Das ist das gemeinsame Ziel.“ Das „starke Programm“ sei Ausdruck für die gelungene Zusammenarbeit, so der Generalvikar.

Dersch: Finden was nötig ist im Leben

Pfarrer Dieter Dersch, Beauftragter für Großprojekte und Sonderveranstaltungen der kurhessischen Kirche hofft, dass „die Besucherinnen und Besucher das finden, was sie suchen: Eine stille Minute, ein fröhliches Konzert oder ein offenes Ohr- eben das, was nötig ist in diesem Leben.“ Es freue ihn, dass sich die bereits bewährte Kooperation der beiden evangelischen Kirchen in Hessen bei Großprojekten auch in Bad Schwalbach fortsetzt. „So kann ein mit vereinten Kräften wieder ein vielfältiges und anspruchsvolles Programm in der Lichtkirche angeboten werden.“

Falk: Rundes Angebot der Kirchen
Nach Worten von Michael Falk, Geschäftsführer der Landesgartenschau“ wird die Lichtkirche das Gelände bereichern „Das prämierte Gebäude und die Zusammenarbeit der beteiligten Kirchen stellt eine sinnvolle und schöne Ergänzung unserer Ausstellung dar. Die von der Lichtkirche geplanten Veranstaltungen fügen in unser Veranstaltungsprogramm zu einem absolut runden Angebot von weit über 1000 Events ein", so Falk.

Hußmann: Geistliches Zuhause auf Zeit
Bürgermeister Martin Hußmann sagte: „Mit der Lichtkirche auf dem Landesgartenschau-Gelände bezieht die Ökumene auf dem Gelände ihr geistliches Zuhause auf Zeit. Kirche kommt in vielen Facetten zu den Menschen. Die außergewöhnliche Bauweise der Kirche, die abends ein ganz besonderes Flair verbreiten wird, und das breit gefächerte Angebot lassen die Besucher Kirche einmal anders erleben.“

Insgesamt 23 Themenwochen geplant
Insgesamt wird jede der 23 Veranstaltungswochen unter einem neuen Motto stehen, erklärte LichtKirchen-Pfarrerin Mareike Frahn-Langenau aus Hessen-Nassau. Darunter etwa „Was Ärgerliches“ oder „Mal was (ganz) Anderes“. Spirituelle Impulse lieferten die täglichen Mittagsgedanken und Reisesegen (12 Uhr und 16.30 Uhr) sowie die sonntäglichen Gottesdienste, die zu besonderen Themen gestaltet seien (jeweils um 12 Uhr). Besucherinnen und Besucher könnten sich auch einen stärkenden Segen zusprechen lassen oder die Gelegenheit zu einem seelsorglichen Gespräch nutzen. Auch evangelische Taufen seien an der LichtKirche möglich.

Dekanat Bad Homburg Evangelisches Dekanat Hochtaunus, Dekanat Bad Homburg